LENR

Ein Licht am Ende des Tunnels ist in Sicht, aus dem weißen Rauschen des Internets erreichte mich via Fefe die Meldung das „halbwegs unabhängige Wissenschaftler“ die Funktion des Reaktors von Rossi und Focardi bestätigt haben, der Traum der kalten Fusion rückt also, nach zahllosen Enttäuschungen, in greifbare Nähe. Den Erfindern sei
falls das wirklich funktioniert angeraten, das eigene Auto abzuschaffen und nur noch unangekündigt öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Den einer mächtigen Industrie dürfte das Konzept gefährlich gegen die eigenen Interessen gehen.

In dem von Fefe verlinkten Artikel findet man eine Grafik die zeigt daß der italienische Reaktor alles was wir so an Energielieferanten zur Verfügung haben in den Schatten stellt.

Sogar Plutonium sieht gegen den e-cat alt aus, erst recht wenn mann das Endlagerproblem und die Halbwertszeiten mit in die Ursache-Wirkungsrechnung mit einbezieht. Den „Müll“ den der LENR produziert kann man sich gepflegt in Form von Dachrinnen und Fallrohren an das frisch renovierte Eigenheim nageln. Win Win Win Win.

Auch bei Wired gibt es über dieses Thema einen interessanten Artikel. Read me!

Wer keine Ahnung hat wo von ich hier eigentlich rede dem sei dieser Artikel hier von mir aus dem Januar 2011 nahegelegt.

Wikipedia zur kalten Fusion 

Nerdreport 1/2011 – Kalte Fusion

Jeah, ein neues Jahr, ein neuer Nerdreport, und ein so schöner dazu. 😀 Und zwar so schön dass, sollte das in diesem Artikel beschriebene tatsächlich Wahr sein, es nicht nur befriedigend für Nerds sein dürfte sondern für die gesamte Menschheit. Und zwar gewaltig. Nach dem ich in meinem letzten Beitrag einen Doktor der Physik auseinander genommen habe, dreht sich dieser hier wieder um zwei Physiker an der Universität zu Bologna: Andrea Rossi und Sergio Focardi. Aber nicht unbedingt um die Personen sondern um ihre revolutionäre Erfindung. Einen Fusionsreaktor der wesentlich mehr Energie erzeugt als für seinen Betrieb notwendig ist. Es geht um kalte Fusion.

Das System das die beiden beschreiben basiert auf Nickel (Ni) und anderen nicht genannten Zusatzstoffen die sich in einer Wasserstoffatmosphäre (H)in einen verschlossenen Behälter (Reaktor) befinden, der durch eine elektrische Heizung gestartet wird, quasi per Knopfdruck.

Durch einen Thermostaten kann die Teperatur im Reaktor gesteuert werden und so die Leistung des Reaktors geregelt werden. Ein Messgerät vor der Heizung erlaubt die Protokollierung der eingesetzten elektrischen Energie. Der Reaktor ist über einen thermischen Kontakt (wie ein Kühler am Prozessor) mit einem externen Wassertank verbunden. Das ganze ist natürlich gut isoliert um einen Wärmeaustausch mit der Umgebung zu mini- und den Wirkungsgrad der Apparatur zu maximieren.

In folge der Reaktion (Fusion) beginnt das Wasser im Wassertank  zu kochen und erzeugt Dampf, dessen Druck durch Ventile sicher reguliert werden kann. Der so erzeugte Druck ermöglicht es, durch die Menge an verwendetem Wasser die Leistung des Reaktors zu berechnen.

In der Praxis ließe sich dieser Dampfdruck wie bei heute üblichen Verfahren dazu benutzen eine Turbine anzutreiben und so Strom produzieren. Durchschnittlich produziert das System das Zweihundertdreizehnfache (213x) an Energie als es für den Betrieb benötigt. Das bedeutet einmal gestartet produziert der Reaktor genug Energie um sich selber zu betreiben und um Strom für andere Zwecke zu benutzen.

Quasi Perpetuum mobile 2.0. Da der Output des Systems über hundert mal (~213x) höher ist als der Input ist ein chemischer Prozess als Ursache für die Funktion ausgeschlossen. Die Wissenschaftler sind überzeugt dass es sich um eine nukleare Form der Energiegewinnung handelt, präziser gesagt um eine Fusion von Protonen mit den Nickel-Atomkernen.

Durch die Anreicherung der Nickel-Atomkerne mit Protonen entstehen Kupfer-Atomkerne. Dies ist ein recht angenehmer Effekt, so wird aus dem giftigen Nickel das eher harmlose Kupfer und macht somit die Endlagerung überflüssig.

Die während der Fusion entstehende Strahlung hebt sich nicht signifikant von der natürlichen Hintergrundstrahlung ab und auch das verwendete Wasser hat nach der Nutzung im Reaktor keine höhere Strahlung als Leitungswasser.

Auch wenn die theoretische Erklärung des Vorgangs noch unklar ist und laut des zuständigen Patentamts das ganze Verfahren gegen geltende physikalische Gesetze verstößt, funktioniert der Reaktor sehr gut und das schon eine Weile, er ist schon über die Erprobungsphase hinaus und soll bereits gegen Ende 2011 in die Massenproduktion gehen. Industrielles Interesse vorausgesetzt.

Fazit: Obwohl die Forscher sich nicht genau erklären können was die Fusion auslöst ist ihr Verfahren das einzige, heute existierende, das in der Lage ist durch eine Fusionsreaktion Energie zu gewinnen. die Existenz von Kupfer im Reaktor und die Energieausbeute  beweisen dies. Und weil die Zutaten für dieses Verfahren lediglich Nickel und Wasser (für den Wasserstoff) sind, ist es, aufgrund der Häufigkeit der natürlichen Vorkommen beider Elemente, eine unerschöpfliche Energiequelle für den Planeten Erde. Ohne CO² Emissionen oder strahlenden Müll und die Gefahren durch Energiegewinnung aus Kernspaltung (GAU).

Eigentlich fast zu schön um Wahr zu sein. Aber wenn doch ist dies der Beginn einer neuen Ära. Eine Erfindung die erhebliche Veränderungen der Lebensbedingungen der Menschen nach sich ziehen würde, so bedeutend wie die Erfindung des Rades, des Motors, des elektrischen Licht, des Internet.

Unser größtes (selbstgemachtes) Problem wäre gelöst. Dann heißt es in Zukunft:
Mr. Scott – Energie – ohne schlechtes Gewissen. Ein Traum der energiefressenden Menschheit der schon bald Realität werden könnte. Ein Traum nicht nur für Nerds.

Mehr Informationen gibt es zu diesem Thema gibt es im Internet unter:
Wikipedia Kalte Fusion
Tech-Blog.net (deutsch)
physorg.com (englisch)
Journal of Nuclear Physics (englisch) (Beschreibung des Reaktors durch die Erfinder)
Telepolis zum Thema kalte Fusion
ilrestodelcarlino (italienisch)