3D Drucker

Muhahaha, festhalten Leute, die amerikanische (USA) Regierung ist besorgt wegen mittels 3D Druckern hergestellten Schusswaffen. Die Australier auch. Heftig. Auch ich verspüre Angst. Aber nicht vor Waffen aus 3D Druckern, sondern eher vor Parlamenten die in Versuchung geraten wegen so einer gequirlten Karnickelkacke eine der Top Ten Technologien dieses Jahrtausends zu verbieten. In, ich schätze jetzt mal Pi mal Daumen,  3 Millionen Schlosserwerkstätten auf der ganzen Welt können viel stabilere, gefährlichere  Waffen gefertigt werden. Mal abgesehen von den Gigatonnen vorhandener Schusswaffen in der neuen Welt.

Ich halte mich nicht für auffällig paranoid, aber für mich ist diese Meldung ein Versuch der Industrie die Entwicklung von 3D Printern zu reglemtieren, vielleicht irgendeinen DRM Scheiss einzubauen. Denn wenn jeder sich zu Hause ganz einfach alle erdenklichen Kunststoffteile und in Zukunft auch Leiterbahnen und Metallkonstruktionen (Lasersintern) selber bauen kann, wird die Industrie in Zukunft von 3D Druck ähnlich ins Knie gefickt wie von Rossi und Focardos Fusionsreaktor.

Vielleicht schaffe ich es in meiner Lebenszeit ja doch noch mitzuerleben wie die Menschheit gewaltig uplevelt. Fehlt nur noch eine vernünftige Meerwasserentsalzung.
Und ein Weg den ganzen radioaktiven Abfall den wir bis heute produziert haben gefahrlos in die Sonne zu katapultieren. Achja und der Weltfriede, Religionsverbot und das Ernährungsproblem. Ich hoffe auf den Replikator. Bis dahin trinke ich eine Tasse Earl Grey, heiß. Live long and prosper ! 😉

Laser Dust

Das Laserdrucker nicht besonders gesund sein sollen ist ja schon seit längerem bekannt. Schauen wir mal was da dran ist, dachte sich das Bundesamt für Materialprüfung (BAM) und bestellte eine Studie.

Das NDR Magazin „Markt“ bekam Wind von der Studie und hat mal nachgefragt was an sen Gerüchten so dran ist. Aber an Informationen durch das Ministerium war nicht zu denken. „Angeblich völlig unbedenklich..“

Die Reporter aber recherchierten weiter und bekamen von einem Informanten Teile der Studie zugespielt und waren entsetzt. Der „Testsieger“ verteilt pro gedruckter Seite über sieben Milliarden Nanopartikel mit seinem Gebläse in der Umgebung.
Und die haben es in sich. Im Tonerstaub sind nämlich auch Metalle enthalten. Chrom, Eisen, Nickel, Brom, Zink. Was genau variiert von Modell zu Modell. Hinzu kommen flüchtige nicht näher untersuchte Stoffe.

Die gefunden Stäube sind, so die Reportage, in der Lage, Lungenzellen zu schädigen und im schlimmsten Fall sogar Krebs auslösen. Wer also am Arbeitsplatz einen Laserdrucker direkt vor der Nase hat, sollte sich besser mal die folgenden Links reinziehen !

Webseite des NDR Magazins „Markt“

Information über Feinstaub UK Freiburg

Webseite der Stiftung „NanoControl“

Pressemitteilung des NDR

Wie bei der ARD bei brisanten Themen nicht anders zu erwarten ist der Bericht momentan noch nicht in der Mediathek verfügbar. Der Bratpfannen-Test aus der selben Sendung allerdings schon. Unsere Gebühren, sinnvoll investiert.

Eine Liebeserklärung an das Buch aus Papier

Bücher haben mein Leben sehr bereichert. Seit dem ich lesen kann, und schon davor sind sie meine ständigen Begeiter. Man kann sie überall mit hinnehmen, netzunabhängig, man braucht nur Tageslicht oder eine Kerze oder sowas wenn es dunkel ist um sie zu benutzen.

Ich habe viele schöne Erinnerungen an viele schöne Bücher. Ich finde jeder sollte ein Buch haben. Strategisch gut im (teil)öffentlichen Wohnbereich positioniert ist ein Buch auch eine Art kurzer Steckbrief über die Interessen des Wohnungsinhabers.

Man kann ein Buch also benutzen um ein Statement Freunden und Bekannten gegenüber abzugeben ohne ein Wort zu sagen. Schön. Als ich noch klein war habe ich mehr (Bücher) gelesen als heute, aber auch in meinem fortgeschrittenen Alter ist es mir hin und wieder eine große Freude, genüßlich ein schönes Buch zu verschlingen und meine angestaubten Phantasiekreisläufe im Kopf mal wieder anzuregen.

Und ein Buch ist ein schönes Geschenk für einen liebgewonnenen Menschen das Wertschätzung ausdrückt in dem man eines seiner Lieblingsbücher an einen anderen weitergibt um diesen von dem Geist des jeweiligen Werkes profitieren zu lassen.

Aber das Buch wie wir es kennen, wie Gutenberg es vervielfältigte, ist in Gefahr.
Es wird bedroht durch etwas das man nicht anfassen kann, etwas das man nicht riechen kann, etwas an dem man sich nicht festhalten kann in der Badewanne. Das EBook.

Kreisch, was ist das? Keine Angst, viele Menschen haben schon eins, oder mehrere, und es geht ihnen daher nicht schlechter. Aber wenn das die Zukunft ist, dann sieht es für die Zukunft des nonverbalen Statements vor Besuchern, oder der flexibelen und auch starren rechteckigen Geschenke schlecht aus.

EBook-Reader gibt es mittlerweile zu hauf. Es mag ja auch komfortabel sein wenn man viel liest und dabei viel auf reisen ist, anstatt des 40 Kilo schweren Buchkoffers einen nicht mal 1 Kilo schweren EBook-Reader dabei zu haben, mit elektronischer Tinte die sehr sparsam mit der Energie umgeht. Aber irgendwann ist diese verbraucht, und wie uns die langjährige Erfahrung mit mobilen Akkumulator-gespeisten Verbrauchern gelehrt hat, ist genau dann kein Ladegerät zur Hand. Mit einem richtigen Buch wäre das nicht passiert.

Auch für den Freund einer Leseratte ist ein Ebook keine Freude: Konnte man früher als es noch echte Bücher gab, hin und wieder das ein oder andere Exemplar leihweise ergattern, wobei bei Büchern um so mehr der Leitsatz gilt „verleihe kein Buch das du nicht auch verschenken würdest“ schaut man heute buchstäblich in die Röhre. DRM sagt ne.

Erschreckend auch die Preise für diese virtuellen Begleiter. Minimal billiger, obwohl der „Druck und Vertrieb“ wesentlich weniger Kosten erzeugen. Die Gewinnspanne für die Verlage ist also erheblich größer. Ob die Autoren allerdings nun mehr Geld für ein verkauftes Exemplar erhalten wage ich zu bezweifeln. Auch kann man ein EBook nicht, wenn man es satt ist, weitergeben oder auf dem Flohmarkt verkaufen. Ich glaube es ist fest an meinen Reader gebunden. Ich erwische mich ja auch schon das ich mal ein Spiel über Steam oder die XBOX kaufe, die kann ich auch nicht verleihen. Ausserdem sind durch diese digitalen Bücher auch die Buchläden gefährdet, in denen man heutzutage neuerscheinungen erst einmal als Ebook anschauen kann, bevor das echte aus Papier bestellt wird. Den Geruch kann ich so aber nicht prüfen, und der ist wichtig, denn bei Büchern gibt es wie auch bei Menschen Exemplare, die man einfach nicht riechen kann.

Und ich weiß auch nicht wie badewannentauglich diese elektronischen Bücher sind, ich denke eine falsche Bewegung in der Wanne und es macht bzzzt und der Reader ist kaputt, auch wenn man dann auf das Ersatzgerät die gekauften Bücher aus seinem Amazonaccount wieder herunterladen kann. Falls DRM das zulässt. Glaub ich fast nicht weil dann könnte man ein Buch ja beliebig oft verschenken. Also fest steht son EBook hat Vor- und Nachteile. Wobei für mich die Nachteile ganz klar überwiegen. Echte Bücher die mit gebadet haben, kann man auch wenn sie strange aussehen, trotzdem weiter lesen.

Ich bin zwar Nerd durch und durch, ich steh auf elektromagnetische Felder, bei mir summt es an allen Ecken, ich geh nie ohne Computer irgendwo hin. Nennt mich altmodisch, aber ein Buch, finde ich, sollte aus Papier sein.